Unser Camper

randger r602

Warum unser Traum-Camper fast an einem Händler scheiterte

Nachdem Ford unsere Bestellung für den Nugget PHEV im März 2025 storniert hatte, saßen wir erst einmal im Leeren. War das ein Zeichen? Wir sind Mitte 50 – ist ein kompaktes Fahrzeug mit Aufstelldach wirklich das Richtige?

Plötzlich schossen uns Fragen durch den Kopf, die wir vorher ignoriert hatten:

  • Wollen wir in fünf Jahren wirklich noch jeden Abend ins Hochbett klettern?
  • Habe ich Lust, bei 186 cm Körpergröße ständig den Kopf einzuziehen oder das Dach aufzuklappen?
  • Möchten wir jeden Tag das Bett umbauen?

Die Verunsicherung war riesig. Aus den geplanten 5,40 m Länge wurden in unseren Gedanken plötzlich 6m, dann 6,40 m und schließlich landeten wir bei Teilintegrierten über 7 m. Die Online-Recherche machte uns schier wahnsinnig. Wir wollten nicht bis zur nächsten Messe warten – wir wollten jetzt starten.

Fast verkauft: Der Challenger S217 und die Servicewüste

In einem Autohaus weiter außerhalb entdeckten wir ihn: den Challenger S217 Sport Edition. Ein schicker Teilintegrierter in modernem Grau statt „Opa-Weiß“, Längsbetten, Stauraum ohne Ende. Wir verbrachten den ganzen Tag dort, waren feuer und flamme. Der Preis: rund 70.000 EUR.

Doch dann kam die Ernüchterung. Trotz Zusage des Verkäufers warteten wir vergeblich auf das Angebot. „Wissen Sie, was wir zu tun haben?“, war die Antwort auf meine Nachfrage. Als das Angebot nach einer Woche endlich eintrudelte, war das Thema für mich erledigt.

Ein kurzer Exkurs zum Thema Service: Wer mich kennt, weiß, dass ich früher das „Messerdepot“ geführt habe. Für mich stand der Kunde immer an erster Stelle. Wenn ich 70.000 EUR ausgeben möchte, erwarte ich Wertschätzung und Verlässlichkeit. Einem Händler hinterherzubetteln, damit ich mein Geld bei ihm lassen darf? Nicht mit uns.

motiv grafik
Angedachter Challenger mit eigenem Layout am PC bearbeitet

Zurück auf Anfang: Caravan Salon 2025

Vielleicht war auch dieser Frust ein Zeichen. Wir besannen uns zurück: Wäre ein 7-Meter-Schiff nicht doch zu wuchtig? Ein Blick auf die Breite unserer Hofeinfahrt sprach Bände. Also hieß es wieder: Warten auf den Caravan Salon Düsseldorf 2025.

Diesmal gingen wir mit Bedacht vor. Wir besuchten die Messe mit Ruhe und einem klaren Fokus. In Halle 5 passierte es dann direkt am Stand von Grebner-Caravan aus Würzburg.

Die Entscheidung: Unser Randger R602

Da stand er: Ein Randger R602 Kastenwagen auf Fiat Ducato Basis.

  • Länge: 6 Meter (der perfekte Kompromiss!)
  • Farbe: Campovolo Grau (unser Favorit)
  • Ausstattung: Automatik, geräumige Dusche, tolles Innendesign.
  • Das Bett: Ein Querbett – für uns beide völlig okay.

Wir haben uns zum Vergleich sogar den neuen Ford Nugget mit Hochdach angesehen. Doch bei einem Preis von 92.000 EUR und dem Gefühl, dass das Konzept nicht mehr zu uns passt, war die Entscheidung gefallen. Der Randger bot uns genau das, was wir suchten: Stehhöhe, Komfort und Kompaktheit.

randger r602 caravan salon
Rosis erste Blick in den Randger R602

Der Countdown läuft: April 2026

Am Ende des Messetages sind wir zurück zum Team von Grebner und haben die Unterschrift gesetzt. Unser Camper ist bestellt!

Im April 2026 werden wir ihn in Würzburg abholen. Damit endet das erste, ziemlich turbulente Kapitel unserer Reise – die Suche. Wir können es kaum erwarten, die ersten Kilometer unter die Räder zu nehmen.

„Habt ihr auch schon ähnliche Erfahrungen mit der Servicewüste beim Fahrzeugkauf gemacht? Oder bin ich da einfach zu anspruchsvoll, weil mir guter Service selbst immer wichtig war? Schreibt uns eure Erlebnisse unten in die Kommentare – es würde uns brennend interessieren, ob nur wir das so erlebt haben oder ob das in der Branche fast schon Standard ist.“

Im nächsten Blogbeitrag nehmen wir euch dann mit zur großen Abholung. Drückt uns die Daumen, dass alles klappt!

Hier noch ein paar Bilder vom Randger R602 auf der Caravan-Salon 2025 in Düsseldorf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert